Tiefe Hirnstimulation

Seit mehr als 25 Jahren hat sich die Tiefe Hirnstimulation als Therapie in der Behandlung von Bewegungsstörungen etabliert. Dabei werden den PatientInnen an bestimmte Punkte des Gehirns feine Sonden implantiert und über Kabel unter der Haut mit einem Schrittmacher meist im Brustbereich verbunden. Von dort erfolgt die Impulsabgabe an die Sonde wodurch dann eine Verbesserung der Symptome eintreten soll.

Diese Behandlungsmethode kommt vor allem vor allem bei Therapieresistenz auf die Medikamente bzw. auch bei starker Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Erkrankung zum Einsatz. Im Besonderen sind als Erkrankungen das idiopathische Parkinsonsyndrom mit L-Dopa Langzeitsyndrom (Schwankungen in der Beweg-lichkeit und unwillkürliche Überbewegungen), der essentielle Tremor, verschiedene Formen der Dystonien und auch seltenere andere Erkrankungen wie zum Beispiel das Tourette Syndrom zu nennen.

In einem ersten Schritt erfolgt in der Ambulanz mittels Anamneseerhebung und Durchsicht der Vorbefunde ein Gespräch über die individuelle Indikationsstellung und den Ablauf der Voruntersuchungen, die in der Regel im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt werden. Es erfolget des weiteren eine Information über den Ablauf des Eingriffs und die Einstellungsphase nach der Operation.

Sind die Voraussetzungen für einen Eingriff und ein dement-sprechendes Einverständnis gegeben erfolgt die Termin-vereinbarung zur stationären präoperativen Durchunter-suchung (Magnetresonanztomographie, Labor, neuro-psychologische Testung, gegebenenfalls notwendige internistische Untersuchungen). Im Zuge dieses wenige Tage dauernden Aufenthalts an der Klinik erfolgt auch ein Gespräch mit den zuständigen Neurochirurgen und die Terminvereinbarung für den operativen Eingriff.

Letzte Aktualisierung: 28.01.2014